Um die volle Vegetationszeit für die Entwicklung der Lichtwurzel zu nutzen kann man das Pflanzgut, "Jährlinge"(Brutknöllchen die bereits ein Jahr im Boden waren),Wurzelteile (Wurzelstücke 30 bis 70 Gramm) oder Bulbillen (Brutknöllchen) vortreiben.
Wegen des wesensgemäßen enormen Tiefenwachstums (bis 2 m) muss die Lichtwurzel in Kisten oder in Gräben (Höhe/Tiefe 1 - 125cm, Breite 40 - 50cm, Länge beliebig)mit offenem Boden (s. Anbaumethoden Text/Bild) angebaut werden. Sie bedarf einer Kletterhilfe (Windengewächs).
Bei den Kistenkulturen werden diese zu 4/5 mit kieseligem Sand
(Flusssand, Körnung 0,2) und zu 1/5 (25 -30 cm) mit gutem, reifem Kompost gefüllt.
Die Gräben, bei der Grabenkultur, werden bis 10cm über Erdniveau mit Sand gefüllt. Die Umrandung ist 30 - 40 cm hoch und wird, vorläufig, bis 10cm unterhalb der Kante, mit reifem Kompost gefüllt. Das pflanzgut wird in entsprechendem Abstand auf die Erde gelegt und anschließend mit der gleichen Komposterde abgedeckt.
Bei einer ca. 25 - 30 cm tiefen Kompostschicht beträgt der
Pflanzabstand 20 cm (2 Reihen/Kiste). Soll enger gepflanzt
werden, muss der Anteil der Kompostschicht in der Kiste
erhöht werden (Nährstoff bedarf).
Außerdem ist in diesem Fall zu beachten, das Pflanzgut tiefer in die Komposterde zu legen, da der optimale Abstand von der Sandschicht, in Hinblick auf die erwünschten Lichtätherquantitäten der sich bildenden Knolle, 20 cm beträgt.
Geerntet wird, sobald die goldene Herbstfärbung verbraunt und die Ranken sich leicht von der Wurzel lösen lassen ( September bis 23. Dezember). Da die Wurzeln zum Zeitpunkt der Ernte sehr verletzbar sind, ist auf größte Behutsamkeit Wert zu legen. Erntegut, wie auch die noch ungeerntete Knolle müssen vor Frost unbedingt geschützt werden.